Nach acht Stunden ist Schluss!
Kitas der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal beteiligen sich am heutigen Aktionstag KiTAKOLLAPS
Die Kitas der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal Schneckenkönig (Bernau), Senfkörner (Werneuchen), St. Martin (Biesenthal) beteiligen sich am landesweiten Aktionstag der Initiative KiTAKOLLAPS und unterstützt die symbolische 8-Stunden-Schließung am heutigen Aktionstag (13. Mai).
Mit dieser Aktion möchten die Kitas auf die angespannte Situation in den Kitas in Brandenburg aufmerksam machen. Viele Einrichtungen betreuen Kinder täglich deutlich länger als acht Stunden. Gleichzeitig wird durch das Land Brandenburg personell jedoch nur eine Betreuung von etwa acht Stunden refinanziert. Die tatsächlichen Öffnungs- und Betreuungszeiten vieler Kitas gehen inzwischen darüber deutlich hinaus.
Das bedeutet in der Praxis: Pädagogische Fachkräfte sichern täglich längere Betreuungszeiten ab, ohne dass dies finanziert wird. Die symbolische Begrenzung auf acht Stunden macht sichtbar, dass Kitas vielerorts dauerhaft mehr leisten, als über die bestehende Refinanzierung abgesichert ist. Das sei finanziell auf Dauer nicht zu stemmen. Frühkindliche Bildung dürfe nicht dauerhaft unter Personalmangel, Überlastung und fehlender Finanzierung leiden, meint Diana Kelch, Leiterin der Bernauer Kita Schneckenkönig.
Sie weist darauf hin: „Die aktuellen Rahmenbedingungen stehen dabei zunehmend im Widerspruch zu den Anforderungen des Bildungsplans. Pädagogische Fachkräfte sollen Bildungsprozesse begleiten, individuelle Entwicklung fördern und Kindern eine hochwertige frühkindliche Bildung ermöglichen. Gleichzeitig fehlen jedoch oft Zeit, Personal und ausreichende Ressourcen, um diesen Bildungsauftrag in der notwendigen Qualität umzusetzen.“
Sie sieht mit Sorge:
- den anhaltenden Fachkräftemangel,
- die hohe Belastung der pädagogischen Fachkräfte,
- zunehmende Ausfälle und Vertretungssituationen,
- unzureichende Refinanzierung langer Betreuungszeiten,
- sowie die Gefahr einer sinkenden Betreuungsqualität.
- permanente Überlastung des pädagogischen Personals
Die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal schließt sich der Forderung an nach besseren Rahmenbedingungen für die frühkindliche Bildung und Betreuung an. Das sind konkret, die Forderung nach
- besserer und realistischer Refinanzierung der tatsächlichen Betreuungszeiten,
- besserer Finanzierung der Kindertagesbetreuung,
- einem realistischem Betreuungsschlüssel,
- nachhaltiger Entlastung pädagogischer Fachkräfte,
- einem zukunftsfähigem Kitagesetz für Brandenburg.
Die Aktion steht für Sichtbarkeit und die gemeinsame Verantwortung, frühkindliche Bildung dauerhaft zu stärken und Kindern die Bedingungen zu geben, die sie für eine gesunde Entwicklung benötigen.

Verfasser:in:
Wolfgang Kern, Leitung Kommunikation und Spenden, Hoffnungstaler Stiftung Lobetal
