Wie wird man Ranger*in?

Naturwacht Barnim beim Tag der Grünen Berufe

Wandlitz, 3. Juni – Wie wird man Rangerin oder Ranger? Welche Aufgaben gehören zum Beruf? Und woran erkennt man, ob ein Tier Pflanzen oder Fleisch frisst? Diesen und vielen weiteren Fragen gingen Schülerinnen und Schüler der Grundschule Wandlitz beim Tag der Grünen Berufe im Barnim Panorama nach.

 

Gemeinsam mit LandAktiv lud das Barnim Panorama Kinder dazu ein, die vielfältige Welt der Grünen Berufe kennenzulernen. An zahlreichen Mitmach-Stationen präsentierten Fachkräfte aus der Region ihre Arbeit. Die Schülerinnen und Schüler konnten Fragen stellen, Neues ausprobieren und spannende Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder gewinnen.

 

Auch die Naturwacht des Naturparks Barnim war mit einem Angebot vertreten. Gebietsleiter Dirk Krone stellte den Kindern den Beruf Ranger*in vor und erklärte anhand einer Karte der brandenburgischen Großschutzgebiete, wo Rangerinnen und Ranger arbeiten und welche Aufgaben sie übernehmen. Sie beobachten die Entwicklung von Tier- und Pflanzenarten, kümmern sich um wertvolle Lebensräume, kontrollieren Schutzgebiete und vermitteln Wissen über die Natur.

Wie wird man eigentlich Ranger:in? Bildnachweis: Cara Böker

Besonders anschaulich wurde es beim Vergleich eines Bibers und eines Fischotters. Anhand der Zähne sollten die Kinder herausfinden, welches Tier Pflanzen frisst und welches als Jäger unterwegs ist. Mit viel Neugier untersuchten sie die Merkmale der beiden Tiere und erhielten dabei einen Einblick in die Arbeit von Rangerinnen und Rangern, die Tierarten bestimmen und ihre Lebensräume beobachten.

 

„Viele Kinder kennen den Beruf Ranger*in nur aus Filmen oder Büchern. Umso schöner ist es, ihnen zu zeigen, dass dieser Beruf direkt vor ihrer Haustür ausgeübt wird und wie vielfältig die Aufgaben sind“, sagte Gebietsleiter Dirk Krone.

Neben dem Ranger-Beruf lernten die Schülerinnen und Schüler viele weitere Grüne Berufe kennen. Sie backten eigene Brötchen, stellten Kräutersalz her, pflanzten Bäume und erkundeten Landmaschinen aus nächster Nähe. Die zahlreichen Mitmach-Angebote machten die Berufe erlebbar und sorgten für große Begeisterung.

 

Der Tag der Grünen Berufe zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die Arbeitswelt rund um Natur, Umwelt, Landwirtschaft und nachhaltiges Wirtschaften ist. Gleichzeitig bot die Veranstaltung den Kindern die Möglichkeit, Menschen kennenzulernen, die sich täglich für den Schutz unserer Lebensgrundlagen einsetzen.

Ranger werden, tolle Sache! Bildnachweis Cara Böker

Hintergrundinformationen zur Naturwacht Brandenburg

 

Die Rangerinnen und Ranger der Naturwacht Brandenburg arbeiten seit 1991 in 15 Nationalen Naturlandschaften (Großschutzgebieten) des Landes und füllen das Motto „Mittler*innen zwischen Mensch und Natur“ mit Leben. Auf rund 9.000 Quadratkilometern – einem Drittel der Landesfläche – sind sie unterwegs und erfassen Daten zu Tier- und Pflanzenbeständen, Grundwasserspiegeln sowie zur Qualität von Gewässern. Sie setzen im Nationalpark, den drei Biosphärenreservaten und den elf Naturparken zahlreiche Natur- und Artenschutzmaßnahmen um und kontrollieren deren Erfolg.

Gleichzeitig sind die 90 Rangerinnen und Ranger ansprechbar für alle, die in den Nationalen Naturlandschaften leben, arbeiten oder zu Gast sind. Sie begleiten jährlich rund 10.000 Interessierte auf mehr als 500 geführten Touren, teilen ihr Wissen und sensibilisieren für richtiges Verhalten in den Schutzgebieten. Damit stärken sie auch den Naturtourismus in der Region. Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Bildung für nachthaltige Entwicklung, BNE: In ihrer Arbeit mit Junior-Ranger-Gruppen oder in Schul-AGs wecken die Ranger*innen Interesse an Natur- und Umweltschutz.

 

Mehr als 390 Freiwillige unterstützen die Naturwacht Brandenburg bei diesen vielfältigen Aufgaben. Seit 1997 arbeitet die Naturwacht unter dem Dach der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg.




Verfasser:in:
Cara Böker, Rangerin, Naturwacht Brandenburg – Mittler*innen zwischen Mensch und Natur, Wandlitz

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