Gemeinde Wandlitz erhält Berlin-Brandenburg-Preis 2026

Engagement für den Erhalt und die Entwicklung des Bogensee-Areals gewürdigt

Die Gemeinde Wandlitz ist am Mittwoch, dem 4. November 2026, mit dem Berlin-Brandenburg-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand im Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte in Potsdam statt. Mit der Auszeichnung würdigen die Stiftung Zukunft Berlin und die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte das Engagement der Gemeinde für den Erhalt und die Entwicklung des denkmalgeschützten Bogensee-Areals.

Das Gelände mit der ehemaligen FDJ-Hochschule und der früheren Goebbels-Villa befindet sich im Eigentum des Landes Berlin. Im Rahmen einer befristeten Nutzungsüberlassung untersucht die Gemeinde Wandlitz Möglichkeiten für den Erhalt und die künftige Nutzung des historisch bedeutsamen Ensembles. Ziel ist es, tragfähige Nutzungskonzepte zu entwickeln und potenzielle Investoren zu gewinnen.

„Für uns ist der Berlin-Brandenburg-Preis ein wichtiges Zeichen dafür, dass wir mit unserer Überzeugung nicht allein sind und dass auch schwierige Kapitel der Geschichte ihren Platz in unserer Zukunft haben müssen. Bogensee steht beispielhaft für diese Verantwortung. Wir können seine Vergangenheit nicht ändern, aber wir können gemeinsam darüber entscheiden, welche Zukunft wir diesem Ort geben. Dieser Preis macht uns Mut, unseren Weg weiterzugehen und ich wünsche mir, dass wir eines Tages zurückblicken und sagen können: Es hat sich gelohnt, dass wir damals mutig waren“, erklärte Bürgermeister Oliver Borchert anlässlich der Preisverleihung.

Die Auszeichnung würdigt damit ein Vorhaben, dessen Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Die baulichen, denkmalpflegerischen und finanziellen Herausforderungen bleiben erheblich. Für die weitere Entwicklung des Areals ist die Gemeinde auf die Zusammenarbeit mit dem Land Berlin sowie auf zusätzliche Partner und Investoren angewiesen. Unterstützung erhält das Vorhaben unter anderem durch eine Förderung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie den Landkreis Barnim.

Neben der Gemeinde Wandlitz wurde die Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg e. V. ausgezeichnet. Sie engagiert sich für die Erforschung, Bewahrung und Vermittlung der brandenburgischen Landesgeschichte.

Der Berlin-Brandenburg-Preis wird seit 2018 jährlich von der Stiftung Zukunft Berlin und der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte ausgelobt. Er würdigt Initiativen, die sich in besonderer Weise für die Entwicklung der gemeinsamen Region einsetzen. Der Preis ist nicht dotiert.

Die WPunkt- Redaktion sagt: Herzlichen Glückwunsch!

Verleihung des Berlin-Brandenburg-Preis 2026 in Potsdam (v.l.n.r.): Katja Melzer, Geschäftsführerin Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte; Dr. Peter Bahl, Vorsitzender Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V.; Oliver Borchert, Bürgermeister Gemeinde Wandlitz; Dr. Wilhelm Benfer, Amtsleiter für nachhaltige Entwicklung, Kataster und Vermessung des Landkreis Barnim; Dr. Richard Meng, Vorstand Stiftung Zukunft Berlin; Hr. Prof. Dr. Rauhut, Landeskonservator und Direktor Deutsche Stiftung Denkmalschutz © SAGI



Verfasser:in:
Linda Hild, Pressemitteilung Gemeinde Wandlitz

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