Straßenausbau der Oranienburger Straße in Wandlitz erfolgreich abgeschlossen
Modernisierung fertiggestellt / Infrastruktur und Verkehrssicherheit im alten Ortskern von Wandlitz gestärkt
Nach einer Bauzeit von zwölf Monaten wurde der grundhafte Ausbau der Oranienburger Straße im Ortsteil Wandlitz nun erfolgreich abgeschlossen. Die technische Abnahme erfolgte am 31. Juli 2025, letzte Restarbeiten werden bis Ende September durchgeführt. Mit dem Ausbau wurde die wichtige dörfliche Hauptstraße zwischen dem Sportplatz und dem Ortsausgang zur Straße „Am Hasenberg“ umfassend modernisiert und an aktuelle verkehrstechnische Standards angepasst.
Modernisierung auf rund 411 Metern Länge
Der rund 411 Meter lange Straßenabschnitt wurde grundhaft in Asphaltbauweise auf sechs Meter Breite ausgebaut. Begleitet wurde der Ausbau durch eine Vielzahl ergänzender Maßnahmen zur Erhöhung von Sicherheit und Aufenthaltsqualität.
Dazu zählt eine Verkehrsberuhigung durch zwei Fahrbahneinengungen – eine am Ortsausgang, die andere auf Höhe der Hausnummern 22/23, letztere dient auch als Überquerungsstelle für den Radverkehr. Zudem wurden mit 28 Stellplätzen Parkmöglichkeiten aus Granitgroßsteinpflaster im Bereich des Sportplatzes geschaffen und ein zusätzlicher Gehweg gebaut für mehr Sicherheit der Fußgänger. Die Anwohner haben im Zuge der Baumaßnahmen Grundstückszufahrten aus Betonsteinpflaster erhalten. Auf der südlichen Straßenseite wurde ein neuer Gehweg mit Breiten zwischen 2,25 und 3,25 Metern, teilweise für Radfahrer freigegeben. Fußgänger können die Straße nun mit sicherer Anbindung an bestehende Gehwege in Richtung Dorfkern queren. Auch die Straßenentwässerung wurde erneuert und optimiert; die Entwässerung erfolgt nun in Richtung Ablaufgraben zum Wandlitzsee. Somit ist das Areal nun auch optimal bei Starkregen geschützt und das Wasser kann schadlos abgeleitet werden. Zusätzlich wurde die Straßenbeleuchtung einschließlich des Stichwegs „Oranienburger Straße“ modernisiert und insgesamt 16 LED-Leuchten verbaut.
Schutz von Natur und Bestand
Besonderer Wert wurde auf den Erhalt des bestehenden Baumbestandes im Bereich des Sportplatzes gelegt. Als Ersatz für notwendige Eingriffe sind noch diesen Herbst entsprechende Ersatzpflanzungen vorgesehen.
Investition in die Zukunft
Das Bauvorhaben wurde im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung vergeben. Der Auftrag ging an die Firma AS + BE Asphalt- und Betonstraßenbau GmbH aus Berlin. Die Planung übernahmen das Ingenieurbüro Lehmann (Straßen- und Wegebau) sowie die HVB Ingenieurgesellschaft mbH (Gehwegbeleuchtung). Eine archäologische Baubegleitung erfolgte durch das Archäologie Büro Ihde. Das Investitionsvolumen betrug rund 1,6 Millionen Euro, einschließlich Planung, Bauausführung und archäologischer Begleitung. Davon entfielen allein etwa 341.000 Euro auf die Sonderentsorgung von teerhaltigem Ausbauasphalt und belastetem Schottermaterial über die SBB (Sonderabfallgesellschaft Brandenburg/Berlin mbH). Für das Projekt konnten 352.000 Euro Fördermittel eingeworben werden.
Herausforderungen gemeistert
Trotz erschwerter Bedingungen – insbesondere durch die unvorhersehbare Sonderentsorgung des alten teerhaltigen Straßenbaumaterials – konnte das Bauvorhaben erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Im Rahmen einer feierlichen Einweihung der Straße bedankte sich Rathauschef Oliver Borchert bei den beteiligten Firmen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seiner Verwaltung. Zudem richtete er das Wort an die Anwohnerinnen und Anwohner der Oranienburger Straße: „Mir ist bewusst, wie belastend solche Maßnahmen für das tägliche Leben sein können.
Umleitungen, Baulärm, eingeschränkter Zugang zu den eigenen Grundstücken – all das verlangt viel Nachsicht ab. Ich danke daher allen für ihr Verständnis und ihre Geduld.“ Der Bürgermeister sei jedoch überzeugt, dass sich die Anstrengungen sowie die umfangreichen Neuverlegungen sämtlicher Versorgungsleitungen wie Wasser, Gas, Strom und Glasfaser gelohnt haben und die neue Straße langfristig für mehr Lebensqualität und Sicherheit sorgen wird.

