Drei Etappen, ein Ziel: bestens ausgebildet für die soziale Arbeit

Maximilian Kassner absolviert bereits die dritte Ausbildung an den Diakonischen Schulen Lobetal. Sein Fazit: „Ich werde keinen Tag hier jemals bereuen.“

Maximilian Kassner absolviert dort nach den Bildungsgängen Sozialassistenz und Erzieher derzeit den Heilpädagogen. Hier seine Geschichte:
Irgendwie, meint er, seien an seinem Interesse für soziale Berufe wohl auch die Gene schuld: Seine Mutter erlernte den Beruf der Erzieherin in Lobetal, beendete diese Ausbildung 2012, jetzt arbeitet sie in Mecklenburg-Vorpommern. So war es fast normal, dass er Schülerpraktika in einer Kita absolvierte und 2018 an den Diakonischen Schulen Lobetals (DSL) die Ausbildung zum Sozialassistenten startete. „Ich bekam gleich zum Ausbildungsbeginn ein Internatszimmer hier im Ort. Ich konnte also sofort soziale Arbeit in Lobetal lernen und leben“, erinnert er sich.

 

Der alltägliche, selbstverständliche und ebenso professionelle wie herzliche Umgang miteinander in einem Dorf, in dem viele Menschen mit den unterschiedlichsten Handicaps leben, habe ihn von Anfang an begeistert. „Das ist ein bis heute bleibender Eindruck und eine hohe Motivation für den Beruf“, so Kassner.

 

Mit dem erfolgreich abgeschlossenen Beruf des Sozialassistenten konnte Maximilian Kassner nun auch ohne vorheriges Abitur im Jahr 2020 die Ausbildung zum Erzieher beginnen. Die Corona Pandemie machte das alles etwas umständlicher, aber nicht unmöglich. „Vieles fand online und digital statt, das bedauerte ich. Aber man musste sich eben mit den Umständen arrangieren.“

Maximilian Kassner absolviert bereits die dritte Ausbildung an den Diakonischen Schulen Lobetal: © Wolfgang Kern

Schon während der Erzieherausbildung arbeitete er als Minijobber im Team des Lobetaler Hauses „Trau Dich“, ein intensiv-therapeutisches Angebot für Kinder der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. Nach seiner Erzieherausbildung konnte er dann in die Praxis starten. Im Bereich der Eingliederungshilfe fand Maximilian seinen Platz in der Pankower Einrichtung „Siloah“, wo er etwas länger als ein Jahr im Kinder- und Jugendbereich arbeitete.

Doch das sollte nicht alles sein. Irgendetwas, das spürte er, fehlte ihm an theoretischem Rüstzeug, insbesondere, wenn es in der praktischen Arbeit um Störungsbilder von Menschen ging. „Mir fehlte etwas, um mich in der Praxis richtig einbringen zu können.“ Das brachte ihn 2024 dazu, sich über einen möglichen weiteren Bildungsgang in Lobetal zu erkundigen. Er wurde auf den Bildungsgang Heilpädagogik aufmerksam gemacht. Als er näheres zu dessen neuen Rahmenplan erfuhr, war die Entscheidung gefallen. „Ein berufsbegleitender Bildungsgang, bei dem ich die Diagnostik besser verstehen lerne, Kinder und Jugendliche gezielter fördern kann und so auch in die Lage versetzt werde, später mal eine Leitungstätigkeit in einer Einrichtung zu übernehmen.“ Das war genau das, was er wollte.“ Beim Erlernen der Heilpädagogik hat Maximilian Kassner einen anderen Blick auf menschliche Verhaltensweisen und Störungsbilder bekommen. „In der Heilpädagogik nennen wir das den bio-psycho-sozialen Ansatz, durch den man ganzheitlich auf den Menschen schaut“, erklärt er.

 

Im Gegensatz zu den ersten beiden direkten Ausbildungsformen war dieser berufsbegleitend konzipiert. Der Unterricht in Lobetal findet immer donnerstags und freitags statt, montags bis mittwochs und an den Wochenenden arbeitet Maximilian Kassner im „Haus Daheim“ in Alt Hüttendorf in Trägerschaft des „Kinderhof Buberow“, in aller Regel in 24-Stunden-Schichten. „Das ist im Team sehr gut gelöst, eigentlich gefällt mir diese Splittung zwischen Theorie und Praxis sogar besser als die Aufteilung der Ausbildung zuvor.“ Ihm sei es so gelungen, eine relativ kleine Einrichtung von Beginn an mit aufzubauen. Gegenwärtig ist er dort sogar schon als stellvertretender Teamleiter eingesetzt. Er freut sich auf den 100%igen Einsatz dort, wenn er Mitte 2026 die Ausbildung zum Heilpädagogen in Lobetal erfolgreich abgeschlossen hat.

 

Dann werden ihn Lobetal und die Diakonischen Schulen weiterhin begleiten. Für ihn stehen die Orte für ein ganz besonderes Miteinander, in denen er viele gute Ratgeber gefunden hat. „Hier habe ich ebenso professionell wie den Menschen zugewandt meine Wunschberufe erlernen konnte.“ Sein Fazit: „Ich werde keinen Tag hier jemals bereuen.“

Diakonische Schulen Lobetal laden ein: Tag der offenen Tür am 14. Februar 2026

 

Zum Beginn des zweiten Schulhalbjahres veranstalten die Diakonischen Schulen Lobetal ihren traditionellen Tag der offenen Tür. Die Veranstaltung findet am 14. Februar 2026 im Bonhoefferweg 1, Lobetal, statt. Beginn ist um 10 Uhr, Ende um 14 Uhr. Das Motto in diesem Jahr: „Wir zeigen Herz. Wir gestalten Zukunft.“ Oder anders formuliert: Soziale Berufe leisten einen entscheidenden Beitrag für eine menschliche Zukunft in unserer Gesellschaft.

 

Der Tag bietet interessante Einblicke in die Bildungsgänge Sozialassistenz, Sozialpädagogik (Erzieherinnen und Erzieher), Heilerziehungspflege und Heilpädagogik. Eine interne Schulmesse informiert die Besucher*innen über die vielfältigen Angebote der Schule. Auf dem Programm stehen Informationen und Beratungen zu den Ausbildungen sowie Einblicke in kreative, musische, internationale und diakonische Themenbereiche.

 

Besucherinnen und Besucher haben an diesem Tag die Möglichkeit, ihre Bewerbungsunterlagen für eine Aufnahme im neuen Schuljahr 2026/27 abzugeben. Weitere Informationen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Rollstuhltraining © Katrin Wacker
Die Schulband sorgt für den richtigen Sound am Tag der offenen Tür.© Katrin Wacker



Verfasser:in:
Wolfgang Kern, Leitung Kommunikation und Spenden, Hoffnungstaler Stiftung Lobetal

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