Inspirierende Gespräche zur Kunst am Karfreitag

Mit den „Gesprächen zur Kunst“ will die Wandlitzer Künstlerin Stephanie Bothe eine neue lebendige Veranstaltungsreihe zur Bildenden Kunst in Wandlitz etablieren. Der Auftakt an Karfreitag fand ermutigenden Anklang.

Im Außenraum der katholischen Kirche St. Konrad trafen Stephanie Bothe, der Diakon Peter Dudyka und rund ein Dutzend Gäste vor einer temporären Installation der Künstlerin namens „Staub“ aufeinander.

 

 

Auf vier mundgeblasenen Scheiben schwarzen Antikglas lag brandenburgischer Sand in unterschiedlichen Erscheinungsformen: als getrockneter Fleck, als Sandhaufen, als vom Winde verwehter Staub und als „Schlammball“ nach der japanischen Kunstform Dorodango. Das Gespräch zwischen Bothe und Dudyka drehte sich beispielsweise um die Frage, inwieweit die Kunst heute noch die Kirche braucht (und umgekehrt), welche Rolle die Schönheit im Glauben einnimmt und ob Kunst in einer Kirche auch stören darf. „Stören vielleicht nicht unbedingt, aber Hausaufgaben aufgeben“, sagte Diakon Dudyka dazu und ergänzte mit Blick auf den Kreuzweg in St. Konrad: „Kunst macht den Glauben lebendig“.

 

 

 

Anschließend fragten Bothe und Dudyka die Gäste, was ihnen in heutigen Zeiten Hoffnung gebe. Die Antworten: Enkel und Urenkel, der Glaube, das Zusammenfinden unterschiedlicher Generationen an diesem Tag und an diesem Ort, dass man sich immer noch seinen eigenen Kopf und sein eigenes Herz bewahren könne und dass es nach wie vor Spielräume gebe, in denen sich etwas Positives gestalten ließe.

 

Die Veranstaltung war ein guter Beleg für diese Hoffnung. Über den weiteren Tag verteilt sahen etwa 30 Menschen die Installation und kamen miteinander ins Gespräch. Für den nächsten Termin der Reihe sucht die Künstlerin noch einen Ort.

Die Künstlerin Stephanie Bothe und Diakon Peter Dudyka eröffneten die temporäre Installation im Außenraum der Kirche St. Konrad, Bildnachweis: Ben Schieler



Verfasser:in:
Ben Schieler

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