Landratswahl Barnim: Vier Männer, viel heiße Luft?

Ein Faktencheck nach der Podiumsdiskussion in Wandlitz

Am 19. April wird im Barnim ein neuer Landrat gewählt. Vier Kandidaten überbieten sich mit Versprechen zu Mieten, Migration und Windrädern. Das Problem: Für nichts davon ist ein Landrat zuständig. Ein Faktencheck der Podiumsdiskussion mit den vier Kandidaten unter Einbeziehung der Wahlprogramme.[39]

Was ein Landrat darf – und was Wahlkampftheater ist

Ein Landrat leitet eine Kreisverwaltung mit knapp 1.000 Beschäftigten. Er baut Schulen, organisiert den ÖPNV, verantwortet Katastrophenschutz und Sozialleistungen. Er bereitet den Haushalt vor – beschließen muss ihn der Kreistag. Er sitzt in Aufsichtsräten kreiseigener Gesellschaften. Er ist Aufsichtsbehörde über die Gemeinden.[1][2]

 

Was er nicht darf, nicht kann, nicht wird: Arbeitsplätze schaffen. Mieten senken. Windräder verhindern. Asylbewerber abschieben. Wohnungen bauen lassen. Den Zuzug steuern. Die Energiepolitik ändern.

 

Trotzdem versprechen die Kandidaten genau das. Auf Flyern, auf Facebook, auf dem Podium. Entweder wissen sie es nicht besser – oder sie setzen darauf, dass die Wähler es nicht wissen.

 

Zuständigkeits-Check: Was darf ein Landrat?

Was die Kandidaten versprechen – und ob das Amt dafür zuständig ist.

*) Medizinische Versorgungszentrum Barnim in den Räumen des Immanuel Klinikums Bernau **) WITO Wirtschafts- und Tourismusentwicklungsgesellschaft mbH

Vier Männer, keine Frau

Daniel Kurth (SPD), Jahrgang 1973, Amtsinhaber seit 2018. Unterstützt von Grünen und Linken. Master für Kommunalwirtschaft. Kennt jede Akte, jede Frist, jedes Hintertürchen im Haus.[3]

 

Daniel Sauer (CDU), Jahrgang 1973, Kreistagsfraktionschef. Verwaltungsfachwirt, Ex-Personalchef beim LKA. Getragen von CDU, BVB/Freie Wähler und FDP.[4]

 

Andreas Bergener (Einzelbewerber), Jahrgang 1967, Tischler, Bundeswehr, Personalratsvorsitzender. Zehn Jahre Kommunalpolitik im Amt Biesenthal-Barnim. Ex-SPD.[7]

 

Matthäus Mikolaszek (AfD), Jahrgang 1987, wissenschaftlicher Referent, Historiker. Seit 2024 in der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung. Kommunalpolitische Erfahrung: anderthalb Jahre.[5][6]

 

Vier Männer zwischen 38 und 58. Keine Frau. Ein Landkreis mit über 200.000 Einwohnern, mehrheitlich weiblich. Eine Kreisverwaltung, in der mehrheitlich Frauen arbeiten. Schulen, Kitas, Pflegeeinrichtungen – überall prägen Frauen den Alltag. Aber die Chefetage? Bleibt Männersache. Das ist kein Zufall, das ist ein Muster. Und es erklärt, warum Kommunalpolitik bei vielen Menschen als geschlossene Veranstaltung ankommt.[8]

 

Finanzen: 30 Millionen Loch, vier Mal Achselzucken

Der Barnim macht 2026 rund 30 Millionen Euro Minus. Im Vorjahr waren es 24 Millionen. Die Rücklagen sind fast weg. Das ist kein Barnimer Sonderproblem: Alle 14 Brandenburger Landkreise zusammen schlossen 2024 mit minus 391 Millionen ab. Dahme-Spreewald meldet für 2026 knapp 40 Millionen Unterdeckung und rechnet damit, dass ab 2027 die Rücklagen nicht mehr reichen. Märkisch-Oderland steht bei 9 Millionen Minus – bei einer Kreisumlage von 39,3 Prozent. Die Ursache ist überall dieselbe: Der Bund delegiert Aufgaben nach unten und schickt das Geld nicht hinterher.[9][10][11][12]

 

Kurth sagt das auch. Ehrlich, nüchtern, resigniert. Er klagt gegen das Land wegen der Schulsozialarbeit – 10.000 Euro pro Stelle vom Land, der Rest bleibt am Kreis hängen. Kürzen will er bei freiwilligen Leistungen nicht. Sparen soll die Digitalisierung. Das sagt er seit Jahren. Passiert ist wenig.[13]

Sauer stellt die richtige Frage: Warum zahlen die Barnimer Gemeinden 42 Prozent Kreisumlage, während Oberhavel mit 32,3 Prozent auskommt – dem niedrigsten Satz in Brandenburg? Was machen die besser? Sein Versprechen: dauerhaft unter 40 Prozent.[14][15]

 

Kreisumlage im Vergleich

Quellen: Oberhavel (10/2025), MOL (Haushalt 2023), Oder-Spree lt. Podiumsdiskussion 3/2026.

Klingt gut. Hält der Prüfung aber nur halb stand. Oberhavel ist kein besser verwalteter Barnim. Der Landkreis zählt laut eigenem Kämmerer „zu den stärksten Landkreisen Mittel- und Ostdeutschlands“ – dichter Speckgürtel um Oranienburg und Hennigsdorf, starke Gewerbegebiete, höhere Steuerkraft. Oberhavel kann sich die niedrige Umlage leisten, weil seine Gemeinden mehr erwirtschaften. Die Frage „Was machen andere besser?“ bleibt berechtigt. Die Antwort „bessere Verwaltung“ greift aber zu kurz. Wer die Umlage senken will, muss Ausgaben kürzen oder Einnahmen steigern. Beides hat der Barnim nicht geschafft – nicht unter Kurth, und Sauer hat das Ziel die Umlage unter 40% zu senken, erklärt aber nicht, wie er es schaffen will.

 

Sauers konkreter Vorschlag: die Wirtschaftsförderungsgesellschaft WITO auflösen, als Stabsstelle beim Landrat eingliedern. Spart 450.000 Euro im Jahr. Bei 30 Millionen Defizit ist das ein Tropfen. Aber immerhin ein Tropfen mit Adresse.[16]

 

Mikolaszek verspricht einen „Kassensturz“. Das klingt forsch, ist aber Unsinn. Der Haushalt liegt offen, jeder Kreisabgeordnete kann ihn lesen. Als Fraktionsvorsitzender in Eberswalde sollte er das wissen. Wo er kürzen würde? „Als Außenstehender schwierig.“ Der Mann bewirbt sich als Chef einer Behörde mit 1.000 Mitarbeitern und hat keinen Plan, wo er anfangen würde.[17][18]

 

Bergener ist wenigstens ehrlich: Die 30 Millionen kann er nicht einsparen. Sein Vorschlag, nicht ausfinanzierte Bundesaufgaben einfach nicht mehr zu erledigen, klingt nach Stammtisch. Wohngeld, Eingliederungshilfe, Jugendarbeit – das sind Pflichtaufgaben. Die streicht kein Landrat. Nicht einmal Bergener.[41]

 

Wirtschaft: Alle wollen Jobs schaffen, keiner kann es

500 Arbeitsplätze weg bei den Eberswalder Wurstwaren. 200 bei Fino Automotive. Das tut weh. Und alle vier wollen die Wirtschaft retten.[19]

 

Bergener verspricht 2.000 neue Arbeitsplätze in acht Jahren. Auf welcher Grundlage? Keine Ahnung. Mikolaszek fordert „Stärkung des Wirtschaftsstandorts“ – ohne ein einziges konkretes Projekt. Sauer will die WITO auflösen und eine Lotsenfunktion beim Landrat einrichten. Das ist wenigstens ein Konzept. Kurth war persönlich beim Wirtschaftsminister, um die Eberswalder zu retten. Am Ende hat Tönnies trotzdem dichtgemacht. Kurths Fazit: „Das steht nicht in der Macht des Landrates.“[20][21]

 

Er hat recht. Ein Landrat kann keine Unternehmen retten und keine Arbeitsplätze schaffen. Er kann Gewerbegebiete entwickeln, Genehmigungen beschleunigen, Netzwerke pflegen. Mehr nicht. Wer mehr verspricht, lügt. Oder weiß nicht, wofür er kandidiert.

 

Bildung: Das Einzige, wo alle mitreden dürfen

Der Landkreis ist Schulträger. Hier hat der Landrat echte Macht. 450 Millionen Euro Investitionspaket, beschlossen 2022. Das größte in der Geschichte des Kreises.[22]

 

Die spannendste Frage: Gesamtschule oder Oberschule in Wandlitz? Sauer hat die Debatte angestoßen, Kurth lenkt ein. Beide signalisieren Offenheit. Bergener trifft einen Nerv, den die anderen übersehen: Kinder aus dem ländlichen Raum sitzen stundenlang im Bus, während in Bernau und Eberswalde gebaut wird. Sein Ruf nach einer weiterführenden Schule in Biesenthal ist der ehrlichste Beitrag zur Bildungsdebatte.[23][24]

 

Die Geburtenraten fallen seit drei Jahren. Kurth baut nach und nach, prüft halbjährlich. Vernünftig. Aber wer 450 Millionen ausgibt, sollte einen Plan B haben, falls die Kinder ausbleiben.[40]

 

Die heikle Frage: werden die Schülerzahlen die Investitionen auf Dauer tragen? Kurth antwortet, dass wir den jetzigen Schülern verpflichtet sind und ihnen gute Lernbedingungen schaffen müssen.

 

 

Gesundheit: Das Thema, das alle betrifft und keiner bespielt

Für viele Barnimer – besonders im Norden – ist der nächste Arzt das drängendste Problem. Nicht die Kreisumlage, nicht die Windräder.

 

Sauer ist der Einzige, der hier liefert: Praxen erhalten, Altersübergänge organisieren, MVZ in der Fläche ausbauen, Pflege vor Ort stärken. Das liegt im Zuständigkeitsbereich des Landrats. Der Kreis sitzt im Aufsichtsrat der GLG, kann Räume für Zweigpraxen bereitstellen, MVZ-Ansiedlungen fördern.[25]

 

Mikolaszek schreibt auf seinen Flyer: „Den Ärztemangel endlich angehen und beheben!“ Eine Zeile. Kein Wie, kein Womit, kein Wann. Das ist kein Programm, das ist ein Ausrufezeichen.[26]

 

Kurth und Bergener? Schweigen.

 

Allerdings hat Kurth z.B. in langen Verhandlungen mit dem Kreis Uckermark ein neues Modell für die gemeinsame GLG ausgehandelt, das der Uckermark den Weiterbetrieb ihrer Krankenhäuser ermöglicht und den Barnim aus der finanziellen Verantwortung für ebendiese nimmt.

 

Energie: Maximaler Lärm, minimale Zuständigkeit

Das emotionalste Thema. Und das, bei dem der Landrat am wenigsten zu melden hat.

 

Mikolaszek plakatiert: „Keine neuen Solar- und Windkraftfelder in unserer Natur!“ Und will Bürgerbefragungen in allen Orten durchführen. Sauer schreibt: Großflächige Photovoltaikfarmen und Windräder auf Kosten der Landschaft seien nicht sein „Verständnis von Nachhaltigkeit“. Beide wollen die Planungen der Kreiswerke für Windkraftanlagen Kreiswerke in Ruhlsdorf stoppen.[27][28][29]

 

Kurth bleibt beim Sachstand: Photovoltaik ist Gemeindesache. Windkraft regelt der Regionalplan. Gegen den Willen einer Gemeinde wird nichts gebaut.

 

Kurth hat recht. Mikolaszeks Bürgerbefragung zu Windkraft hat als Landratsinitiative null rechtliche Grundlage. Sauers Ansage, die Kreiswerke zu stoppen, bräuchte eine Kreistagsmehrheit – das ist kein Landratsbeschluss, das ist Wunschdenken. Beide bedienen ein echtes Unbehagen in der Bevölkerung. Aber sie verkaufen Zuständigkeit, die sie nicht haben.

 

Was dabei untergeht: Die Kreiswerke bauen nicht auf Äckern. Ihre Tochter SUN:BAR errichtet Photovoltaikanlagen auf drei stillgelegten Deponien – in Eberswalde, Biesenthal und auch in Ruhlsdorf. Bis zu 16.100 MWh regionaler Ökostrom pro Jahr, genug für 4.800 Haushalte. Die Bürger können sich über Crowdfunding direkt beteiligen. Wer „die Kreiswerke stoppen“ sagt, meint also: Solarstrom von einer alten Müllkippe verhindern, an der sich Barnimer Bürger finanziell beteiligen.[47]

 

Was die Forderung vollends absurd macht: Der Landkreis hat einen Klimaplan 2025–2035 beschlossen und verfolgt seit Jahren die offizielle Nachhaltigkeitsstrategie „Die Zukunft ist erneuer:bar“. Die Kreiswerke setzen diese Strategie um. Sauer und Mikolaszek wollen also ein Unternehmen stoppen, das einen vom Kreistag beschlossenen Auftrag erfüllt. Das ist kein Wahlkampf gegen Windräder. Das ist Wahlkampf gegen die eigene Kreisstrategie.[48][50]

 

Migration: Bundestagswahlkampf auf dem Kreiswahlzettel

Mikolaszek fordert: „Sach- statt Geldleistungen für Asylbewerber!“ und „konsequente Abschiebung straffälliger Zuwanderer!“ Sauer schreibt: Wer nur die Sozialsysteme nutzen will, sei „Gast auf Zeit“.[31]

 

Der Landrat kann weder Abschiebungen anordnen noch Leistungsrecht ändern. Die Ausländerbehörde setzt um, was Bund und Land vorgeben. Das einzige konkrete Instrument auf Kreisebene wäre die Bezahlkarte – und die hat Kurth nicht eingeführt. Sauer hat ihm das vorgeworfen.[38]

 

Aber die Bezahlkarte selbst ist kein sauberes Instrument. Geflüchtete berichten von Stigmatisierung an der Kasse. Die Bargeldobergrenze von 50 Euro macht Einkäufe auf Flohmärkten und bei kleinen Händlern ohne Kartenterminal unmöglich – genau dort, wo man günstig einkaufen könnte. Gerichte in Hamburg und Nürnberg haben pauschale Begrenzungen als teilweise rechtswidrig eingestuft.[30]

 

Und ein Detail, das keiner der Kandidaten erwähnt: Die Karte schadet der lokalen Wirtschaft. Kioske, Markthändler, Second-Hand-Läden verlieren Kunden. Das Geld wandert zu Lidl und Aldi. Ausgerechnet in einem Wahlkampf, in dem alle vier den Mittelstand stärken wollen.

 

Migration als Wahlkampfthema für eine Landratswahl ist Stimmenfang. Kurth hat das einzige verfügbare Instrument nicht eingesetzt. Sauer und Mikolaszek fordern es, ohne die Nebenwirkungen zu kennen – oder zu benennen.

 

Die Bilanz: Wer kann was?

Wer verspricht am meisten, wofür er nicht zuständig ist?

Anzahl der Wahlversprechen für die die Kandidaten keine, eine teilweise bzw. volle Zuständigkeit haben

Kurth: Bleibt am dichtesten an der Realität. Schulbau, Katastrophenschutz, Digitalisierung – das ist das Amt. Seine Schwäche ist sein Motto: Kurth hält Kurs, sieben Jahre solide verwaltet, kontinuierliche Weiterentwicklung, aber keine Zukunftsvision. Sein Wahlkampf klingt wie ein Geschäftsbericht.

 

Sauer: Stabsstelle statt WITO, MVZ-Ausbau, Kreisumlage unter 40 Prozent, Benchmark mit anderen Kreisen – das sind Vorschläge im echten Zuständigkeitsbereich. Bei Energie und Migration rutscht er ins Bundespolitische ab, als traue er seinen eigenen guten Ideen nicht. Sein Risiko: Er hat noch nie eine Organisation dieser Größe geführt. Aufsichtsratssitzungen sind nicht dasselbe wie 1.000 Angestellte.

 

Bergener: Der Ehrlichste im Feld – und der Unvorbereitetste. „Auftrag kommt rein, wird geschaut, wird erledigt.“ Das klingt nach Werkstatt, nicht nach Kreisverwaltung. Sozialrecht, Vergaberecht, Schulentwicklungsplanung – das sind keine Regale, die man zurechtrückt. Fristen existieren, weil Verwaltungsgerichte fehlerhafte Bescheide kassieren. Wer abkürzt, riskiert Klagen. 2.000 neue Arbeitsplätze in acht Jahren? Woher? Von wem? Der „gesunde Menschenverstand“ ist ein beliebtes Argument – und ein gefährliches: Es suggeriert, dass die Dinge einfach wären und nur die richtigen Leute fehlen. In Wahrheit sind die Dinge kompliziert und die Instrumente begrenzt. Was Bergener einbringt: die Perspektive des ländlichen Raums. Die Frage, warum Schulen nur in Ballungsgebieten gebaut werden, hat am Podiumsabend keiner besser gestellt.[37]

 

Mikolaszek: Sechs von zehn Flyer-Punkten fallen nicht in die Zuständigkeit eines Landrats. Bezahlbare Mieten – Gemeindesache. Sachleistungen für Asylbewerber – Bundessache. Keine Windräder – Gemeindesache. Energieoffenheit – Bundessache. Kassensturz – gibt es schon. Zuzug steuern – keine Kreiskompetenz. Das ist kein Landratswahlprogramm. Das ist ein AfD-Flyer mit Kreiswappen. Auf konkrete Nachfragen hatte er keine Antworten. Nicht eine.

 

Was keiner sagt: Wo ein Landrat wirklich etwas bewegen könnte

Während die Kandidaten über Bundespolitik streiten, liegen die echten Hebel ungenutzt auf dem Tisch.

 

Worüber geredet wird – und worüber nicht

Vier Wahlprogramme. Keines greift die echten Hebel auf. *) Bei Offenen (Verwaltungs-) Daten handelt es sich um Informationen, die von öffentlichen Stellen gesammelt, erstellt oder bezahlt wurden, sogenannte Informationen des öffentlichen Sektors, und für die allgemeine Weiterverwendung frei verfügbar sind.

Personal, das knapp wird. Wie in vielen Brandenburger Verwaltungen dürfte auch im Barnim in den kommenden Jahren ein erheblicher Teil der Belegschaft altersbedingt ausscheiden. Gleichzeitig konkurriert der Landkreis mit Berlin um jede Fachkraft. Wer die Verwaltung nicht als attraktiven Arbeitgeber aufstellt – flexible Modelle, echte Digitalisierung, Ausbildungsoffensive –, der sitzt in wenigen Jahren vor leeren Schreibtischen. Kein Kandidat hat dazu einen Satz gesagt.

 

Gemeinden, die nebeneinander her arbeiten. Gemeinsame Gewerbegebiete, geteilte Verwaltungsdienste, abgestimmte Flächenplanung – ein Landrat könnte Kooperationen moderieren, die einzelne Kommunen allein nicht hinbekommen. Stattdessen kocht jede Gemeinde ihr eigenes Süppchen. Der Landrat schaut zu. Dass es anders geht, zeigt ausgerechnet ein Projekt, über das im Wahlkampf niemand spricht: Am 1. April 2026 eröffnen Barnim, Märkisch-Oderland und Uckermark gemeinsam eine Kinderschutzambulanz am GLG-Klinikum in Eberswalde – eine der ersten in Brandenburg. Drei Landkreise, ein Träger, eine Versorgungslücke geschlossen. Kurth hat es mitinitiiert. Aber er wirbt nicht damit.[45]

 

Kreiseigene Gesellschaften. Der Landkreis sitzt in den Aufsichtsräten der GLG, der Kreiswerke, der Barnimer Busgesellschaft, des Rettungsdienstes. Das sind keine Ehrenposten. Wer diese Gesellschaften strategisch steuert, kann Telemedizin in der Fläche aufbauen, kommunale Energieprojekte anschieben – ohne auf Potsdam oder Berlin zu warten. Der Rettungsdienst baut gerade mit EWE und TELTA ein flächendeckendes Defibrillatoren-Netz auf – Projekt „Herzsicherer Landkreis Barnim“. Die BBG startet im Sommer 2026 das erste Rufbus-Pilotprojekt im Nordbarnim – flexible Mobilität per App für den ländlichen Raum. Konkrete Projekte, die zeigen, was kreiseigene Gesellschaften leisten können. Kein Kandidat erwähnt sie.[46][49]

 

Die Landkreis-Familie: Rund 5.650 Arbeitsplätze

Direkt oder über Beteiligungen hängt am Landkreis Barnim einer der größten Arbeitgeber der Region.

Die Kreiswerke-Gruppe ist seit 2016 von null auf 220 Beschäftigte gewachsen. Der Rettungsdienst hat sich seit 2003 von 100 auf 230 Mitarbeiter verdoppelt. Das 450-Millionen-Schulpaket erzeugt Bau- und Planungsaufträge über Jahre. Wer diese Aufträge in kleinere Lose aufteilt, macht sie für lokales Handwerk erreichbar.

Vergaberecht als Mittelstandspolitik. Der Landkreis vergibt jedes Jahr Aufträge in Millionenhöhe – Schulreinigung, Straßenbau, IT, Planungsleistungen. Allein das 450-Millionen-Schulpaket erzeugt Auftragsvolumen über Jahre. All das ist öffentlich einsehbar auf dem Vergabemarktplatz Brandenburg. Wer große Lose in kleinere aufteilt, macht sie für lokale Handwerksbetriebe erreichbar. Wer das nicht tut, schickt das Geld an Berliner Großunternehmen. Das ist keine Revolution. Das ist ein Verwaltungsakt. Keiner spricht darüber.[42]

Die Hochschule vor der Tür. Die HNEE in Eberswalde – eine der profiliertesten Fachhochschulen Brandenburgs – forscht zu Klimaanpassung, Regionalentwicklung, Nachhaltigkeit. Systematische Kooperation mit der Kreisverwaltung? Fehlanzeige.

Transparenz. Haushaltszahlen, Schulentwicklungsplanung, Flächennutzung, Verkehrsdaten – alles da, nichts davon maschinenlesbar veröffentlicht. Open Data kostet fast nichts und gibt Bürgern, Journalisten und Unternehmen Werkzeuge, die sie heute nicht haben.

Nichts davon taucht in einem einzigen Wahlprogramm auf. Stattdessen: Windräder, Asylpolitik, Kassensturz. Das Amt wird kleiner gemacht, als es ist – von denen, die es führen wollen.

Was bleibt

Vier Männer wollen Landrat werden. Zwei können es wahrscheinlich, einer vielleicht, einer nicht.

 

Die ehrliche Bilanz dieses Wahlkampfs: Viel von dem, was versprochen wird, liegt außerhalb der Zuständigkeit. Und viel von dem, was tatsächlich im Amt liegt, wird nicht angesprochen. Weder die Personalzukunft der Verwaltung, noch die strategische Steuerung kreiseigener Gesellschaften, noch die interkommunale Zusammenarbeit, noch die Frage, wie eine Behörde mit 30 Millionen Defizit in fünf Jahren überhaupt noch funktionieren soll.

 

Wer einen Landrat wählt, sollte nicht fragen, was er verspricht. Sondern ob er begreift, was das Amt tatsächlich hergibt – und ob er das im Sinne des Barnims nutzt.

Nachtrag (14. April 2026)

 

Nach Veröffentlichung dieses Beitrags hat sich Andreas Bergener mit zwei sachlichen Hinweisen gemeldet.

1. Zum Thema Gesundheit: Im Artikel heißt es „Kurth und Bergener? Schweigen.“ Diese Aussage bezieht sich auf die Podiumsdiskussion am 23. März in Wandlitz, auf der Bergener zum Thema ärztliche Versorgung nicht Stellung genommen hat. Auf seiner Website andreasbergener.de formuliert er unter „Gesundheit und Pflege“ Positionen zu Praxisnachfolgen, Ansiedlung von Ärztinnen und Ärzten, Koordination von Pflegeangeboten und Vernetzung im ländlichen Raum. Die Website wurde bei der Erstellung des Faktenchecks nicht als Quelle herangezogen – bei Sauer (buergerlandrat.info) und Mikolaszek (Flyer, Facebook) hingegen schon. Diese Asymmetrie war nicht beabsichtigt.

2. Zur Zielmarke von 2.000 Arbeitsplätzen: Die Formulierung „Auf welcher Grundlage? Keine Ahnung.“ bezieht sich auf den Podiumsabend, an dem Bergener die Zahl nannte, ohne sie herzuleiten. Auf seiner Website wird die Zielmarke über Wachstum bestehender Unternehmen, Ansiedlungen und Gewerbefächen, Stärkung von Mittelstand und Handwerk sowie schnellere Genehmigungsverfahren erläutert. Die Bewertung im Artikel bleibt bestehen: Gewerbefächen ausweisen ist Gemeindesache, Unternehmensansiedlungen hängen an Marktbedingungen, und ein Landrat kann Rahmenbedingungen verbessern, aber keine Arbeitsplatzzahlen garantieren. Bergeners 100-Tage-Plan auf der Website (Genehmigungsverfahren überprüfen, Bearbeitungszeiten transparent machen, Dialog mit Kommunen) zeigt mehr strategische Substanz, als der Podiumsauftritt vermuten ließ.

Das vollständige Programm von Andreas Bergener: andreasbergener.de/programm

Geht wählen!

Am 19. April ist Hauptwahl.

 

Erreicht niemand die absolute Mehrheit und ist das Quorum erfüllt (d.h. mindestens 30% der Prozent der Wahlberechtigten haben abgestimmt), folgt am 10. Mai die Stichwahl. Bei der letzten Wahl 2018 scheiterten beide Durchgänge – am Ende bestimmte der Kreistag den Landrat. Das kann wieder passieren. Deshalb ist es wichtig, dass Sie wählen gehen!

acrobaat

Quellenverzeichnis

Zeitstempel beziehen sich auf das Transkript der Podiumsdiskussion mit Landratskandidaten, 23. März 2026, Wandlitz, veranstaltet vom Trägerverein Bürgerzeitung Wandlitz e.V., moderiert von Markus Pettelkau (MOZ). Sprecher-Zuordnung auf Basis des Transkripts: Speaker 1 = Moderator Pettelkau, Speaker 2 = Bergener, Speaker 3 = Einführung Dr. Dombrowski, Speaker 4 = Kurth. Sauer und Mikolaszek werden im Transkript nicht als eigene Speaker-IDs geführt, ihre Beiträge erscheinen innerhalb der Speaker-Blöcke.

Zeitstempel beziehen sich auf das Transkript der Podiumsdiskussion mit Landratskandidaten, 23. März 2026, Wandlitz, veranstaltet vom Trägerverein Bürgerzeitung Wandlitz e.V., moderiert von Markus Pettelkau (MOZ).

[1] Podiumsdiskussion Landratskandidaten, Wandlitz, 23.3.2026, Moderator Pettelkau bei 03:38: „verantwortlich für 1000 Angestellte in der Kreisverwaltung“.

[2] Landkreis Barnim, „Meine Aufgaben als Landrat“, barnim.de (abgerufen 03/2026); Dienstleistungsverzeichnis A–Z, Kommune365.

[3] SPD Barnim, Wahlkampfmaterial; barnim.de/Landrat.

[4] buergerlandrat.info, Rubrik „Über mich“ (abgerufen 03/2026).

[5] AfD-Flyer Kreisverband Barnim (Foto: Vorderseite, geb. 26.07.1987); Podiumsdiskussion bei 03:38, Mikolaszek: „Ich bin 38 Jahre alt […] studierter Geschichtswissenschaftler“.

[6] Podiumsdiskussion bei 03:38, Mikolaszek: „seit 2024 Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung Eberswalde“.

[7] Podiumsdiskussion bei 05:53, Bergener: „58 Jahre alt, gelernter Tischler […] seit 30 Jahren bei der Bundeswehr“.

[8] Podiumsdiskussion bei 12:43, Kurth: „die über 200.000 Menschen im Barnim“.

[9] Podiumsdiskussion bei 14:58, Moderator Pettelkau: „einen Haushalt mit einem Defizit von ca. minus 30 Millionen Euro“. Vorjahre (24 Mio./22 Mio.) ebenda.

[10] Landkreistag Brandenburg, Pressemitteilung Finanzsaldo 2024: Gesamtdefizit aller 14 Landkreise –391 Mio. Euro.

[11] Landkreis Dahme-Spreewald, Haushaltssicherungskonzept (HSK) 2026/2027.

[12] Landkreis Märkisch-Oderland, Haushaltsentwurf 2023, Kreisumlagehebesatz 39,3 %.

[13] Podiumsdiskussion bei 15:39ff., Kurth zum Konnexitätsprinzip: „Sie kriegen vom Land für eine Schulsozialarbeitstelle 10.000 Euro pro Jahr.“

[14] Podiumsdiskussion bei 30:10, Sauer: „wir haben sogar mit 42 Prozent schon relativ hohe Kreisumlage.“ Vgl. auch Oberhavel bei 33–34 % ebenda.

[15] Landkreis Oberhavel, Kreisumlage-Vereinbarung Oktober 2025, Hebesatz 32,3 %. Sauer nennt bei 30:10 „33, knapp 34″ – die offizielle Zahl aus der Vereinbarung ist präziser.

[16] Podiumsdiskussion bei 39:01, Sauer: WITO auflösen, Stabsstelle beim Landrat, „spart 450.000 Euro Zuschuss“.

[17] Podiumsdiskussion bei 18:07, Mikolaszek: „Als Landrat verspreche ich einen Kassensturz“.

[18] Podiumsdiskussion bei 18:07ff., Mikolaszek: „Das ist als Außenstehender schwierig, auch wenn man den Haushalt reinsieht.“

[19] Podiumsdiskussion bei 34:32, Bergener zu Eberswalder Wurstwaren; Kurth bei 36:36: „550 Beschäftigte“. Der Artikel verwendet die konservativere Zahl (500).

[20] Podiumsdiskussion bei 01:45:25, Bergener: „Wirtschaftsförderung als Chefsache […] Schaffung von 2000 Arbeitsplätzen in acht Jahren“.

[21] Podiumsdiskussion bei 36:36, Kurth: „eine Unternehmensentscheidung des Eigentümers, Herrn Tönnies, auf die ein Landrat keine Macht hat“.

[22] Podiumsdiskussion bei 46:07, Kurth zur Schulentwicklungsplanung; Moderator: „450 Millionen Euro Investitionspaket“.

[23] Podiumsdiskussion bei 48:54, Sauer: „offen über Schulformen diskutieren, etwa Gesamtschule versus Oberschule in Wandlitz“.

[24] Podiumsdiskussion bei 52:29, Bergener: „Warum gibt es keine weiterführende Schule im Biesenthal?“

[25] Podiumsdiskussion bei 01:00:25, Sauer: „Zweitarztpraxen oder Räumlichkeiten […] Pflege vor Ort, zum Beispiel mit der GLG“; buergerlandrat.info, Rubrik „Gesundheit“.

[26] AfD-Flyer Kreisverband Barnim (Foto: Innenseite), Punkt „Gesundheit“.

[27] AfD-Flyer Kreisverband Barnim (Foto: Innenseite), Punkt „Energie“; Facebook-Posting Mikolaszek vom 19.3.2026.

[28] Podiumsdiskussion bei 01:12:07, Mikolaszek: „Ich lehne die einseitige Ausrichtung ab und fordere Bürgerbefragungen vor Ort“.

[29] buergerlandrat.info, Rubrik „Energie/Nachhaltigkeit“: „Landschaftsflächen für Photovoltaikfarmen […] für Windräder sind nicht mein Verständnis von Nachhaltigkeit.“

[30] Recherche-Dokument „Bezahlkarte für Asylbewerber“, mit Verweis auf Gerichtsentscheidungen Hamburg und Nürnberg (pauschale Bargeldbegrenzung als teilweise rechtswidrig eingestuft).

[31] buergerlandrat.info, Rubrik „Migration“: „der Sozialsysteme sucht, ist Gast auf Zeit“.

[32] GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit, PJ-Broschüre 2025 (glg-karriere.de): „3.650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“.

[33] Wikipedia, „GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit“: Gesellschafter LK Barnim 71,1 %, Uckermark 25,1 %, Stadt Eberswalde 3,8 %.

[34] Wikipedia, „Sparkasse Barnim“ / Sparkassenrangliste 2024: 313 Mitarbeiter. Anstalt des öffentlichen Rechts, Träger = Landkreis Barnim.

[35] kreiswerke-barnim.de, Stellenanzeige Qualitätsmanagement (02/2026): „220 Mitarbeiter*innen“. Gegründet 2016 als 100 %-Tochter des Landkreises Barnim (kreiswerke-barnim.de/wir/unsere-unternehmen).

[36] W.Punkt – Wandlitz auf den Punkt, „Warum sollte uns die Landratswahl interessieren?“; barnim.de, Wahlinformationen.

[37] Podiumsdiskussion bei 05:53, Bergener: „Auftrag kommt rein, wird geprüft und erledigt. Verwaltung funktioniert wie Handwerk.“

[38] Podiumsdiskussion bei 01:32:48, Sauer, zur Bezahlkarte und Kurths Untätigkeit; Kurth bei 01:32:54 zum Alleingang Märkisch-Oderland.

[39] W.Punkt – Wandlitz auf den Punkt, „Warum sollte uns die Landratswahl interessieren?“; Bekanntmachung Landkreis Barnim, Wahltag 19.4.2026, ggf. Stichwahl 10.5.2026.

[40] Podiumsdiskussion bei 48:54, Sauer: „die Kinder, die vor zwei Jahren nicht geboren wurden, werden in zehn Jahren nicht ins Ü7-Verfahren eintreten.“ Geburtenstatistik Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.

[41] Podiumsdiskussion bei 23:02, Bergener: „Wenn der Bund Aufgaben an die Kreise gibt, müssen sie gegenfinanziert sein, ansonsten werden sie nicht gemacht.“

[42] Vergabemarktplatz Brandenburg (vergabemarktplatz.brandenburg.de), Suche „Barnim“, Ex-Post-Vergaben; barnim.de/ausschreibungen: „Gebäudereinigungsleistungen für Schulen in Trägerschaft des Landkreises Barnim für den Zeitraum 07/2026–07/2027″ (veröffentlicht 25.2.2026).

[43] Rettungsdienst Landkreis Barnim GmbH, 20-Jahres-Jubiläum (09/2023, rettung-barnim.de): „230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, 14 Rettungswachen, ~46.000 Einsätze/Jahr. Gegründet 2003 als 100 %-Tochtergesellschaft des LK Barnim.

[44] barnim.de/politik-verwaltung/unsere-unternehmen: Offizielle Liste der Unternehmen mit kreislicher Beteiligung: Kreiswerke Barnim, Barnimer Busgesellschaft, Rettungsdienst LK Barnim GmbH, GLG, VBB, Niederbarnimer Eisenbahn, WITO.

[45] barnim.de, Pressemitteilung 27.3.2026: „Barnim, Märkisch-Oderland und Uckermark stärken Kinderschutz“. Interkommunale Kinderschutzambulanz am GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde, Eröffnung 1.4.2026. Kurth: „Die interkommunale Zusammenarbeit zeigt, dass wir über Kreisgrenzen hinweg Lösungen schaffen.“

[46] barnim.de, Pressemitteilung 3.3.2026: „Herzsicherer Landkreis Barnim wächst weiter“. Rettungsdienst LK Barnim GmbH baut mit EWE AG und TELTA Citynetz GmbH flächendeckendes AED-Defibrillatoren-Netz auf.

[47] barnim.de, Pressemitteilung 3.2.2024: „Premiere im Barnim“. SUN:BAR Photovoltaik Barnim GmbH (Tochter Kreiswerke) errichtet PV-Anlagen auf drei stillgelegten Deponien in Eberswalde, Biesenthal und Ruhlsdorf. Bis zu 16.100 MWh/Jahr, Bürgerbeteiligung über DKB-Crowdfunding.

[48] barnim.de/natur-umwelt/umwelt/klimaschutz: „Klimaplan Barnim 2025–2035 – Integriertes Klimaschutz- und Klimawandel-Anpassungskonzept“. Der Landkreis versteht sich als „aktiver Zukunftsgestalter“ zur Erreichung der Pariser Klimaziele.

[49] barnim.de, Pressemitteilung 27.3.2026: „ÖPNV im Nordbarnim“. Landkreis und BBG führen erstmals einen Flächenrufbus ein – On-Demand-Angebot per App, online oder telefonisch. Pilotstart Sommer 2026.

[50] presse.barnim.de, Selbstbeschreibung des Landkreises: „Der Landkreis hat sich die Nachhaltigkeitsstrategie ‚Die Zukunft ist erneuer:bar‘ […] als freiwillige Aufgabe gegeben.“




Verfasser:in:
Harald Rauh, Wandlitz

Externe Links zum Artikel:
https://www.barnim.de/landratswahl

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