Friedhofskapelle Wandlitz nach Umbauarbeiten feierlich eingeweiht

Barrierearmer Zugang für denkmalgeschütztes Gebäude geschaffen

Bei der Einweihung Ende Oktober mit dabei (v.l.): Jan Schmidt (Architekt), Lutz Hacker (Teamleiter Bauhof), Antonia Becker (Hochbauamt), Nadja Bahro (Behindertenbeauftragte), Turan Özmen (AG “Leben ohne Barrieren”), Bürgermeister Oliver Borchert, Marion Michaelis (AG “Leben ohne Barrieren”), Sven Lutherdt (Sozialkoordinator), Ilka Paulikat (Amtsleiterin Ordnungsamt), Christin Syperek (Amtsleiterin Hochbauamt), Isabelle Czok-Alm (AG “Leben ohne Barrieren”). Bildnachweis: Linda Hild, Gemeinde Wandlitz

Die denkmalgeschützte Friedhofskapelle auf dem Wandlitzer Friedhof hat einen barrierefreien Zugang erhalten. Am Dienstag, 27. Oktober 2026, wurde das Gebäude nach Abschluss der Bauarbeiten offiziell eingeweiht. Neben der Aufstellung einer Trockentrenntoilette, der Ertüchtigung der Zugangstreppe sowie der Freiraumgestaltung stand insbesondere die Verbesserung der barrierefreien Erschließung mittels Hublift im Mittelpunkt der Maßnahme.

Bereits 2020 hatte die Gemeinde Wandlitz eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um den Sanierungsbedarf sowie die Möglichkeit einer barrierefreien Erschließung zu ermitteln. Auch die Heizungsanlage und die Zugänglichkeit wurden dabei untersucht. Im Oktober 2022 fasste die Gemeindevertretung den Grundsatzbeschluss zur Sanierung der Kapelle.

Historische Bausubstanz erhalten

Im Zuge der Umbauarbeiten wurden zahlreiche Maßnahmen realisiert wie beispielsweise die Sanierung mit Naturstein, verschiedene Maler- und Elektroarbeiten sowie die Modernisierung der Heizungsanlage. Eine besondere Herausforderung stellte dabei der Denkmalschutz dar. Seit 2021 sind die Friedhofskapelle und das zentrale Gräberfeld in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragen. Die baulichen Maßnahmen mussten deshalb mit den denkmalrechtlichen Anforderungen in Einklang gebracht werden. Ziel war es, die historische Bausubstanz zu erhalten und das Gebäude zugleich barrierefrei zu machen.

Barrierefreiheit als wichtiger Bestandteil

Bislang war die Trauerhalle für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nur schwer erreichbar. Der Haupteingang liegt deutlich über dem Geländeniveau und war lediglich über mehrere Treppenstufen zugänglich. Im Rahmen der Planungen wurden verschiedene Möglichkeiten untersucht. Eine herkömmliche Rollstuhlrampe hätte aufgrund des Höhenunterschieds von rund 1,45 Metern eine Länge von mindestens 29 Metern benötigt. In Abstimmung mit dem Ortsbeirat, der Arbeitsgruppe „Leben ohne Barrieren“ und dem Denkmalschutz wurde deshalb ein Rollstuhllift am Hauptpodest an der Vorderseite des Gebäudes als Vorzugsvariante ausgewählt. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 285.000 Euro, wovon 20.000 Euro durch den Landkreis Barnim gefördert wurden.

Bei der Einweihung wurde der neue Zugang auch gleich einem Praxistest unterzogen. Die Behindertenbeauftragte der Gemeinde Wandlitz, Nadja Bahro, hatte dazu Marion Michaelis und Turan Özmen von der AG „Leben ohne Barrieren“ eingeladen. Beide testeten den neuen Hublift und zeigten sich erfreut über die neu geschaffene Barrierefreiheit.

Es gebe noch immer Orte in unserer Gemeinde, an denen Menschen mit Beeinträchtigungen auf Hürden stießen, sagte Bürgermeister Oliver Borchert in seiner Rede. Daher sei es wichtig und richtig, dass Barrierefreiheit einen immer größeren Stellenwert in der Gesellschaft bekomme.

Wandlitzer Friedhofskapelle nun mit barierearmem Zugang, Bildnachweis: Linda Hild, Gemeinde Wandlitz



Verfasser:in:
Linda Hild, Pressemitteilung Gemeinde Wandlitz

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