REWE Siebert bleibt REWE Siebert
Samstag der Ausstand des alten Chefs mit Freibier und Gulaschkanone, Sonntag Tag des Herren und sowieso zu, Montag Inventur und auch geschlossen und Dienstag Neueröffnung unter gleichem Namen mit Freibier, Gulaschkanone, Hüpfburg und Staffelstabübergabe.
Die meisten werden es kaum wahrnehmen, denn REWE Siebert bleibt REWE Siebert, nur der Michael wird zum Eric.
Unverkennbar Vater und Sohn, lächeln sie schon seit Tagen gemeinsam von allen Werbewänden in der Gemeinde.

Vor 29 Jahren gründete Vater Michael die Betreibergesellschaft hinter dem heutigen REWE-Markt in Basdorf. Irgendwann saß der kleine Eric bei den Kassierern auf dem Schoß, statt in der Kita Mittagsschlaf zu machen und es war wohl schon damals absehbar, wie das laufen wird. Später hat er neben der Schule im Laden geräumt, kassiert und sortiert. „Ich wusste schon sehr früh, dass ich hier in meiner Heimat und im Handel bleiben will“, gab er denn auch offiziell zu Protokoll.
2016 zog das Unternehmen in das neugebaute „Green Building“ mit eigener Solarversorgung auf dem Dach und Tageslicht im Laden. Die Verkaufsfläche stieg auf 1.400m² und 75 Mitarbeiter: innen sorgen seitdem für den schnellen, freundlichen Ablauf der Einkäufe.
     
29 Jahre war Michael Siebert der nahbare, engagierte, kundenfreundliche Chef des Ladens und wenn Kunden irgendein Produkt, gerne aus der Region empfahlen, stand es manchmal schon eine Woche später im Regal. Manches blieb, anderes verschwand wieder.
Auch als Gemeindevertreter und Mitglied im Ortsbeirat nimmt er kein Blatt vor den Mund und mischt sich ein, wenn es gilt, Wandlitz voran zu bringen und Schaden abzuwenden.
Der Vorsitz des Polizeisportvereins gehört genauso zu ihm, wie die Unterstützung von Vereinen und Bündnissen mit Technik und persönlicher Tatkraft. Nicht nur die Redaktion wünscht sich die Fortführung der ehrenamtlichen und politischen Tätigkeiten.
Für neue und alte Hobbys wird wohl dennoch Zeit bleiben. Eine Bootstour steht noch aus.
     
Wie es die Spatzen vom REWE-Dach pfeifen, wird Eric sich sowohl als REWE-Chef, als auch privat, seinem Vater folgend, ebenfalls für die Gemeinschaft einsetzen. Erste Vereinbarungen sind bereits getroffen.
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Am 1. September dann pünktlich und mit viel Symbolik die Neueröffnung mit Staffelstabübergabe.
Es wurden Reden geschwungen, Sekt getrunken, sich geherzt und gedrückt und schon drängten die ersten Kunden in den Laden, der für die meisten einfach viel zu lange zu war.
Alles Gute, Eric.
Verfasser:in:
otto
