Diese Kalorien können keine Sünde sein: Heaven’s Cake
Seit August letzten Jahres hat Heaven's Cake in Klosterfelde nicht nur extrem leckere Kuchen zu bieten, sondern auch herzhafte Suppen und Quiche- und das schon ab dem Frühstück. WPunkt im Gespräch mit dem Konditormeister André Haughton.
WPunkt: Schon nach wenigen Monaten ist Heaven’s Cake über Klosterfelde hinaus bekannt für himmlische Kuchen. Sie sind aus Berlin, wie kam es zu der Eröffnung hier in Klosterfelde?
André Haughton: Abgesehen von den himmlischen Kuchen machen wir natürlich noch mehr. Für Menschen, die lieber etwas Herzhaftes essen, bieten wir jeden Tag mindestens eine frische, hausgemachte Suppe an. Und wir haben auch Aufläufe im Programm. Wie bei den Kuchen kommt bei uns nichts aus der Tüte, wir kochen und backen ohne jegliche Zusätze und bereiten alles frisch zu. Neuerdings bieten wir auch Frühstück ab 6:30 Uhr an.
Ja, ich bin Konditormeister aus Berlin und vor gar nicht so langer Zeit hier nach Klosterfelde gezogen. Mein Arbeitsweg in den Süden Berlins war recht lang. Deshalb hat sich schon kurz nach meinem Umzug von Berlin nach Klosterfelde die Idee für ein Café entwickelt.
Fast täglich bin ich an diesem Gebäude an der Klosterfelde Hauptstraße vorbeigefahren. Da war ja früher der Blumenladen Sonnenblume drin, jetzt stand der Bau leer, hatte aber so seinen eigenen Charme, der mich auch angezogen hat.
Eine meiner Schwestern lebt schon seit 25 Jahren in Wandlitz, ich kannte daher die Gegend und konnte mir als Stadtmensch irgendwann auch das ländliche Leben vorstellen. Meine andere Schwester hatte ein Wohnungsangebot hier in der Nähe des Cafés, das ich dann wahrgenommen habe. Erstmal hatte keiner von uns die Idee für ein Café, das hat sich dann schneller geändert als gedacht.



WPunkt: Den Charme des alten Gemäuers haben Sie ja gut aufgegriffen!
André Haughton: Ja, die Einrichtung, der Tresen, einfach alles haben wir selber gemacht. Das hat maßgeblich meine Schwester zu verantworten, die heute auch hier ist. Sie stöbert auf eBay-Kleinanzeigen und im Netz die schönen alten Sachen mit Charme auf, sie näht auch selber und ist quasi die Inspiration für die Gemütlichkeit im Heaven’s Cake.
Wir sind auch hier ständig von unserer Familie umgeben, die auf den Fotos an der Wand zu sehen ist. Die Dackel-Kanne ist auch Familienbesitz. Wir geben uns Mühe, hier eine gemütliche, persönliche Atmosphäre zu schaffen, wo man gerne sitzt, entspannt und einen Kaffee trinkt. Wir wollen uns hier ja auch wohlfühlen beim Arbeiten. Ich hoffe, es ist uns gelungen, hier ein wenig ländliche Wohnzimmeratmosphäre zu schaffen.
Wir haben hier in kürzester Zeit, in knapp 3 Monaten, alles eingerichtet. Da waren beide Schwestern sehr hilfreich. Meine jüngere Schwester bringt sich immer noch viel ein, da wir zum Glück auch den gleichen Geschmack für die Einrichtung teilen. Wir haben auch zwei weitere Damen für den Tresenbetrieb gefunden.  Trotz meiner langen Berufserfahrung habe ich am Anfang auch Fehler gemacht, klar, zum Beispiel bis wir die richtige Kaffeemaschine hatten. Jetzt läuft aber alles.
WPunkt: Das Team besteht aus der Familie, ist auch eine Lehrstelle möglich? Als Konditor muss man ja wohl nicht ganz so früh aufstehen wie der Bäcker?
André Haughton: Ich bin inzwischen 40 Jahre dabei, seit 1992 bin ich Konditormeister und muss natürlich an die Zukunft denken. Wir sind ja noch ganz frisch am Start, am Anfang wurden wir regelrecht überlaufen, aber ja, eine Lehrstelle ist im Prinzip auch möglich.
Oh, und ich stehe auch früh auf, habe aber gleich um die Ecke mein Zuhause, also keinen langen Weg. Ich mache das gerne, wir arbeiten hier ja auf kleinstem Raum. Am Anfang habe ich im Backwarium in Schönwalde gebacken, jetzt gibt es im Anbau die eigene Backstube. Für mein Handwerk stehe ich gerne früh auf und komme gerne hierher, obwohl es auch körperlich anstrengend ist. Daher halte ich es auch für wichtig, meine Ideen und Einstellung zum Beruf an Auszubildende weiterzugeben.

WPunkt: Heaven’s Cake: wie kommt man auf so einen Namen?
André Haughton: Das ist auch wieder so eine Geschichte wie der Zufall es will. Ich war schon mal seit 2008 selbständig, hatte ja schon einmal ein Café in Berlin Lichterfelde Ost, da explodierten aber die Mieten und es war nicht zu halten. Früher, als ich viel auf Bestellung arbeitete, gab es ein Café, das hieß Cake Heaven. Ein Werbefachmann schlug mir vor, das einfach umzudrehen, was für mich erst einmal ungewohnt war. So entstand Heaven’s Cake.
Ich möchte als Gastronom auch wirklich Gastgeber sein, ich bin mit Herz dabei. Fachlich kann natürlich die Jahrzehnte lange Erfahrung helfen. Meine Überzeugung ist aber: man muss es schon mögen!
Wir versuchen unsere Ideen und Einstellungen auch im Angebot umzusetze. Wir bieten auch vegane Schokotorte oder Beerentarte an. Am Anfang waren Eclairs der Renner, aber saftiger, buttriger -ich liebe Butter- Streuselkuchen vom Blech, der kommt hier auch sehr gut an.
Wir sind offen Ideen gegenüber, führen auch Bestellungen aus wie zum Beispiel eine Hochzeitstorte.




Adresse:
Klosterfelder Hauptstraße 60, 16348 Wandlitz, OT Klosterfelde, website und mail info@heavenscake.de, Tel. 033396/877632
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Samstag: 6:30–17 Uhr, Sonntag: 8–17 Uhr, Montag und Dienstag geschlossen
WIR HABEN AM 1. MAI 2026 VON 10 – 17 UHR FÜR SIE GEÖFFNET
